Franziska Strothmann Franziska Strothmann

“du kannst andere nur so gut halten, wie du dich selbst hältst”

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ist ein Satz, der mich oft begleitet & gleichzeitig auch einer, den ich gerne etwas genauer anschaue.

Es hat viel mit Selbstregulation und Co-Regulation zu tun. Dein Nervensystem ist die Grundlage dafür, wie viel Sicherheit du überhaupt vermitteln kannst. Und trotzdem ist das oft leichter gesagt als getan.

Sich selbst zu halten lässt sich nicht immer einfach möglich machen. Manchmal fehlen Zeit, Kraft oder innere Ruhe. Manchmal ist es schon viel, einfach irgendwie durchzukommen.

Gerade in der traumasensiblen Arbeit geht es deshalb nicht um „richtig machen“. Sondern eher darum, sich selbst so gut es gerade geht, deinen Umständen entsprechend, mitzunehmen. Und manchmal reicht das schon ☯︎

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Warum passen yoga und systemische beratung zusammen?

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Yoga und systemische Beratung scheinen auf den ersten Blick zwei verschiedene Welten zu sein: Die eine arbeitet mit Bewegung, Atmung und Körperwahrnehmung (Bottom-up), die andere mit Sprache, Reflexion und Perspektivwechsel (Top-down). Doch gerade in ihrer Verbindung entsteht etwas Ganzes.

Im Yoga lernen wir, unseren Körper bewusst wahrzunehmen, Spannungen zu lösen und innere Ruhe zu kultivieren. Diese körperliche Erfahrung wirkt unmittelbar auf unser Nervensystem und schafft Zugang zu tieferem Erleben jenseits des rationalen Denkens. In der systemischen Beratung richten wir den Blick auf Muster, Beziehungen und Bedeutungen. Wir verstehen, welche gedanklichen oder sozialen Strukturen uns prägen.

Wenn beide Ansätze zusammentreffen, entsteht ein lebendiger Dialog zwischen Körper und Geist: Durch Yoga wird das Erlebte verkörpert, durch systemische Arbeit wird es verstanden und integriert. Das eine bewegt uns von unten nach oben, vom Empfinden zur Erkenntnis. Das andere von oben nach unten, vom Bewusstsein zur Veränderung.

So wird Entwicklung ganzheitlich: Wir spüren, denken und handeln im Einklang.

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Dein Körper erinnert sich an alles!

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Viele der Muster, mit denen wir heute kämpfen, haben nicht bei uns angefangen.

Gefühle von Anspannung im Körper, immer wachsam sein zu müssen, schlecht schlafen oder dieses Gefühl, nie wirklich anzukommen, hat oft Wurzeln, die viel weiter zurückreichen als wir bewusst erinnern können.

Unser Nervensystem beginnt sehr früh, sich zu formen. Lange bevor es Worte gibt und lange bevor wir etwas bewusst erinnern können. Es reagiert auf das, was es um sich herum wahrnimmt. Auf Stress, Ruhe oder das emotionale Klima, in dem wir aufwachsen.

Der Körper vergisst nicht so leicht wie der Kopf, sondern speichert, was erlebt wurde. Und gleichzeitig kann er lernen, was damals vielleicht gefehlt hat.

Ein wichtiger Teil davon ist Koregulation.
Unser Nervensystem ist von Anfang an in Beziehung entstanden und genau dort kann es sich auch wieder verändern. Durch Menschen, die Sicherheit ausstrahlen. Durch Erfahrungen, die sich im Körper wirklich sicher anfühlen.

Das passiert nicht von heute auf morgen, aber es ist möglich. In jedem Alter.

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Wir wünschen uns beziehung aber ohne bindung!

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Wenn wir uns auf unser Gegenüber einlassen, entsteht Nähe. Mit Nähe entsteht aus eine Form von Abhängigkeit. Wir beginnen, uns auf die Anwesenheit des anderen und das Gefühl der Nähe zu verlassen. Andere zu brauchen ist zutiefst menschlich. Wir sind dafür gemacht, in Verbindung zu leben.

Unser Nervensystem ist auf Bindung ausgelegt. Wir sind nicht dafür gemacht, alles alleine zu tragen. Das Gefühl von Verlässlichkeit ist nicht zu viel verlangt, sondern ganz im Gegenteil. Wir leiden nicht, weil wir uns abhängig fühlen, sondern weil unser Gegenüber möglicherweise einen anderen Bindungsstil hat. Weil Nähe anders gelebt wird, weil wir uns geöffnet haben bei jemandem, der selbst auf wackligem Boden steht.

Vieles davon hängt mit unser eigenen Bindungsstruktur zusammen & was wir als Kind über Nähe erleben durften. Unsere Bindungsmuster sind tief in unserem Nervensystem verankert & regulieren, wie wir in Beziehungen Nähe und Distanz erleben und ob dies als Sicherheit oder Gefahr wahrgenommen wird. Dadurch ist nicht die vermeintliche Abhängigkeit das Problem, sondern ein unterschiedliches Nähe-Distanzbedürfnis.

Wenn wir anfangen, unser Nervensystem zu verstehen, geht es nicht darum, unabhängig zu werden oder uns für das Bedürfnis nach Verbindung zu schämen. Es geht darum, zu erkennen, warum wir immer wieder zu Menschen zurückkehren, die keine Verlässlichkeit geben können und immer wieder unsere Erfahrungen matchen. Auch wenn diese destruktiv sind. Es geht darum, wie wir genau diesen Kreis durchbrechen können und aus einer destruktiven Abhängigkeit hin zu einer gesunden “Abhängigkeit” kommen. Es geht also nicht darum, jemanden zu brauchen, um sich vollständig zu fühlen. Sondern darum, verbunden zu sein und trotzdem man selbst zu bleiben.

In einer sicheren Bindung versucht dich niemand abhängig zu machen. Ein Mensch gibt dir Halt und gleichzeitig die Freiheit, du selbst zu sein. Das ist der Unterschied zwischen Liebe und Symbiose.

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